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Viennese

 

Pornofilm

Regie: Renee Pornero

Jahr: 2007, D

Dauer: ca. 94 Minuten

Hersteller/Label: Six Inch Snails / Magmafilm

Darsteller: KimKim De, Elizabeth Michelle Lawrence, Sarah Rose, Beccy Lavender, Will Steiger, Lee Henshaw, Ray Stalker

Filmbesprechung von German-Adult-News:

Zweifelsohne versprach Renee Pornero von Beginn an Großes. Nicht nur weil sie aus Österreich kommt, sondern auch weil sie optisch eine angenehme Ausnahmeerscheinung darstellt. Sie erwies sich schnell als talentierte Darstellerin, die intelligent, wie künstlerisch ambitioniert die europäische und amerikanische Pornolandschaft bereicherte. Da erschien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie ihre vielfältigen Aktivitäten in einer eigenen Firma bündelte. Mit SIX INCH SNAILS vollzog Renee diesen Schritt dann im vergangenen Jahr und mit „Viennese“ liegt nun auch Renees Regie-Debüt vor.

Das Hardcore-Feature spielt in Wien und die einzelnen Episoden über die Lust am Laster sind mehr oder weniger locker miteinander verwoben.

Anna will ihre Eifersucht mit einem Seitensprung kurieren, während Liz nicht ahnt, dass ihr Freund Mark es auf ihre Busenfreundin Theresa abgesehen hat. Katharina sucht den Mann ihrer Träume und gerät dabei an Roman. Doch ob sie mit ihm den Richtigen gefunden hat, ist mehr als fraglich.

So widmet sich „Viennese“ thematisch dem großen Thema Liebe und den damit verbundenen zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich durch (Un-)Treue, Zügellosigkeit, Verlangen, Sehnsucht und Intrigen auszeichnen.

Dabei verzichtet Miss Pornero in ihrem Debüt, mit einer Ausnahme am Anfang, auf Dialoge, was aber angesichts der aussagekräftigen Szenen und Darsteller auch unnötig erscheint. Nicht zuletzt lässt auch die gelungene und stimmige Musikauswahl große Worte locker und leicht verschmerzen.

„Viennese“ beginnt mit einem Dialog zwischen Anna und Renee aus dem Off. Dem schließt sich ein Picknick-Ausflug von Anna (Beccy Lavender) und David (Ray Stalker) an. Der Ausflug endet auf der Wiese und fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Das Paar treibt es daraufhin im und mit einem Dildo sogar am Auto. Dabei begeistert schon diese erste Szene durch ihre visuelle Umsetzung und recht innovativen Schnitte und Kameraeinstellungen. Ein mehr als überzeugender Auftakt.

Und überzeugend geht es auch mit Katharina (KimKim De) und Theresa (Sarah Rose) weiter. Nachdem sich die beiden zu einem Spaziergang durch den Park getroffen haben, besteigen sie eine Droschke. Im Inneren geht es dann mit einem lesbischen Liebesauftakt mehr als heiß zur Sache. Ohne übertreiben zu wollen, ist dies wohl eine der besten Szenen der beiden sympathischen Girls.

Doch das ist noch lange nicht das Ende dieser aufregenden Fahrt, da auch noch der Kutscher (Will Steiger) die Mädels im Rahmen eines Dreiers besteigt. Das Ergebnis der rasanten Fahrt gipfelt in einem tollen Cumshot auf die beiden ausgestreckten Hinterteile der Mädels.

Im Anschluss erlebt Theresa einen Flashback, der in der Realität jedoch in einer Girl/Girl-Szene mit Liz (Elisabeth M. Laurence) endet. Die Szene spielt in einem Schloß-Zimmer und das noble Ambiente passt perfekt zu den beiden edel in Szene gesetzten Girls.

Anna gerät bei ihrem Seitensprung an Ramon (Lee Henshaw) und die beiden vollziehen einen rasanten Quickie über den Dächern von Wien.

Noch ungewöhnlicher ist dann wohl die Paar-Szene im Prater, die sich in der Gondel des Riesenrads abspielt. Das hat man so und in einem Porno, glaube ich, noch nie gesehen.

Am Abend finden sich die Protagonisten in einer Disco ein und es gibt unter anderem noch eine Sex-Szene auf dem WC zu sehen.

Nach dem gut eineinhalbstündigem Wiener Bilderreigen lässt sich zusammenfassend nur eines – ohne wenn und aber – sagen, nämlich dass Renees Debüt auf der ganzen Linie überzeugt und mehr als gelungen ist.

Mit „Viennese“ hat es Renee Pornero geschafft einen durchaus eigenen visuellen Stil zu präsentieren, mit dem sie vielen etablierten Euro- Regisseuren um Lichtjahre voraus eilt. Die durchaus anspruchsvolle Kamera-Arbeit greift mit Leichtigkeit Merkmale des Alt.Porn auf und vermengt diese mit einem Hauch von Gonzo-Attitüde, sowie modernen Elementen des Mainstream-Cinema.

Das Ergebnis sind stimmungsvolle und abwechslungsreiche Hardcore- und Film-Szenen, die mit sicherer Hand den Brückenschlag zwischen erotischer Kunst und Kino vollziehen.

Die Auswahl der Darsteller ist erlesen und lässt keine Wünsche offen. Dabei fällt auf, dass wirklich alle Darsteller/-innen hier eine lustvolle Top-Performance an den Tag legen und dadurch erheblich zur Qualität der Produktion beitragen.

Mit „Viennese“ gibt es endlich wieder einen europäischen Pornofilm, wie er aufregender und sehenswerter nicht sein könnte. Bitte weiter so! (TOM)




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Künstler/Hersteller Info
Pornero, Renee
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